Battleborn

Battleborn ist ein schwieriger Fall. Ich mag an diesem Spiel: Die bunte Grafik, den schrägen Humor, die Gestaltung der Charaktere und die Art und Weise, wie hier das Spielprinzip eines Moba eingebaut wurde. Ich mag an diesem Spiel nicht: Die Steuerung, das Matchmaking und die Schwierigkeit.

Nach dem ersten Spielstart gibt es einen Einführungsfilm und ein Tutorial, wo die wichtigsten Funktionen mehr oder weniger hilfreich erklärt werden. Hat man das Tutorial gespielt, bekommt man direkt die ersten Erfahrungspunkte für seinen Kommandorang zugeteilt und schaltet so die ersten Spielfiguren frei. Je weiter man in diesem Kommandorang aufsteigt oder je mehr Herausforderungen gemeistert werden, um so mehr Spielfiguren werden freigeschaltet. Das Belohnungssystem funktioniert also so weit. Es  werden nicht nur neue Spielfiguren freigeschaltet, auch die vorhandenen bekommen Verbesserungen oder es gibt neue Ausrüstung. Genug Motivation für mich, um immer wieder ein Spiel zu starten.

Battleborn ist ein Multiplayertitel und die meiste Zeit wird man im Team gegen ein anderes Team spielen. Es wird zwingend eine Onlineverbindung benötigt. Der Einzelspielermodus funktioniert eigentlich nur als Trainingsmodus.

Es gibt drei verschiedene Arten von Arenakämpfen und eine fortlaufende Handlung die man spielen kann. Alle Modi kann man auf öffentlichen Servern oder privat (nur mit eingeladenen Spielern) spielen. Im privaten Spiel können fehlende Mitspieler durch Bots ergänzt werden. In einem privaten Spiel werden allerdings keine Herausforderungen freigeschaltet. Für mich ein Kritikpunkt. Fehlen die Onlinespieler, kann man manche Spielfiguren nur sehr langwierig über den eigenen Kommandorang freischalten. Das schadet ein wenig der Motivation.

Ein Team besteht aus 5 Kämpfern. Eine Runde in der Arena dauert max. 30 Minuten. In den Arenakämpfen tritt man gegen ein gegnerisches Team an und muss je nach Spielmodi sein Gebiet verteidigen oder Stationen vom gegnerischen Team erobern. Die Spielfiguren ergänzen sich dabei durch ihre Fähigkeiten. Grob gesagt gibt es Unterstützer, Nahkämpfer und Fernkämpfer. Eine ausgeglichene Mischung im Team erhöht also die Erfolgsaussichten. Fünf Heiler auf der einen Seite werden gegen fünf Nahkämpfer auf der anderen Seite wenig Erfolg haben. Läuft eine Spielrunde, bekommen die Figuren für erfolgreiche Handlungen Erfahrungspunkte und steigen im Level auf. Je nach Level schaltet man dann neue Skills frei und wird so immer mächtiger. Zu Beginn der Runde startet die Spielfigur mit ihren Grundfähigkeiten immer auf dem ersten Level.

Dadurch wird man natürlich gezwungen, sich aktiv an der Partie zu beteiligen. Abschüsse von gegnerischen Battleborns bringen entsprechend viel Erfahrungspunkte. Als Mitläufer kann man seine Spielfigur nicht weiterentwickeln und fällt immer mehr zurück. Für ungeübte Spieler kann das manchmal frustrierend sein.

Das zieht für mich auch den Schwierigkeitsgrad in die Höhe. Ich komme selber nicht oft zum spielen und muss mich in den ersten Partien immer wieder an die Fähigkeiten der Figuren gewöhnen und mich einspielen. In der Zeit werde ich von den geübten Spielern gnadenlos niedergemacht. Das ist für mich auch gleichzeitig der Knackpunkt am Storymodus. Hier hat man nur eine begrenzte Anzahl Leben und sind die verbraucht gilt der Level als gescheitert und man muss ihn neu starten. Da kann es schon mal passieren, dass die letzten 30 Spielminuten für die Tonne waren.

Das ist schade! Grundsätzlich gefällt mir die Spielidee sehr gut. Die technische Umsetzung passt, die Grafik sieht toll aus, die Soundeffekte und die Musik sind stimmig und das Design der Spielfiguren ist schräg. Ich mag  Comics und die Darstellung der Figuren kommt mir so entgegen.

Die Suche nach Mitspielern ist allerdings eine Katastrophe. Da kann es schon mal mehrere Minuten dauern, bis eine Gruppe zusammengewürfelt wird. Nervig!

Der Splitscreen-Modus, eigentlich eine wunderbare Sache, wenn man mit einem Kumpel auf der Couch spielen will, könnte auch besser sein. Auf meinen 32” TV ist das Bild einfach zu klein. Ein großer Teil vom Bildschirm wird aus unverständlichen Gründen für die Darstellung der Minimap und der Counter benutzt. Das hätte man auch anders lösen können. Außerdem muss der 2. Spieler vor der Konsole zwingend einen PSN Account besitzen und auf der lokalen Konsole auch einen Spielstand besitzen, wo er das Tutorial beendet hat. Für eine spontane Partie mit Gästen ist das natürlich ein weiteres Hindernis. Um das Problem zu umgehen, müsste ich mir also einen 2. Account im PSN für Gäste anlegen. Das finde ich auch nicht optimal gelöst.

Trotz dieser Kritikpunkte habe ich jedes Mal eine Menge Spaß mit Battleborn und werde immer wieder für eine oder zwei Partien das Spiel starten.

Advertisements

Ein Gedanke zu “Battleborn

  1. Inzwischen ist das Spiel Free-2-Play. Damit stehen auch alle Charaktere direkt zur Verfügung. Außerdem findet man jetzt deutlich schneller Mitspieler für eine Onlinespiel.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s