Borderlands

Shooter waren noch nie das Genre der 1. Wahl für mich und trotzdem fand vor gut 2 Jahren das Spiel Borderlands den Weg auf meine PS3. “Ist günstig zu bekommen, kann man ja mal ausprobieren, muss ja was dran, sein wenn viele Leute Spass damit haben”. So waren meine Argumente damals. Außerdem wurde es immer mit Diablo verglichen (wegen dieser Loot Sache) und Diablo fand ich schon immer toll.

Wie zu erwarten war, hatte ich im Single-Player-Modus nur ein paar Stunden Spaß mit dem Titel. Jeder Charakter wurde angewählt und solange gespielt, bis der jeweilige Aktion-Skill freigeschaltet war. Der Kampf mit Bonehead war immer das Finale. Mit meinem ersten Charakter Roland (der Soldat) brauchte ich mehrere Anläufe bis Bonehead erledigt war. Danach war die Luft raus und die Disc verschwand wieder  im Regal.

Dann war ich auf der Suche nach einem Multi-Player-Titel für einen Spieleabend auf der Couch und holte die Disk wieder aus dem Regal. Das Spiel hat den Vorteil, dass sich zwei Spieler im Split-Screen-Modus den Platz vor der PS3 teilen können.

Nach diesem Abend war ich (und mein Mitspieler) plötzlich angefixt und wir spielten das Spiel zu zweit bis zum Ende. Allerdings ab hier jeder vor seiner eigenen Konsole.

Kurz ein paar Worte zur Technik: Die Grafik toll. Die Cell-Shading-Optik und damit die Zeichentrick/Comic Verwandtschaft gefällt mir super. Die passt zu den schrägen Charakteren im Spielverlauf und nimmt dem Spiel den Realismus. Für einen Shooter eine wichtige Voraussetzung, wenn ich damit Spaß haben will.

Die Soundeffekte erfüllen ihren Zweck, verdienen aber keine besondere Erwähnung. Die Musik hat mir gefallen. Sie untermalt das Spiel stimmig im Hintergrund. Wird das Spiel in einem Bosskampf hektisch, dann wird auch die Musik im Hintergrund dramatisch und heizt die Stimmung an.

Das Lootsystem hat mich nur am Anfang begeistert. Schuld daran ist aber die Verwaltung des Inventars. Die ist sehr unübersichtlich und ich konnte mich oft nicht entscheiden, welchen Gegenstand ich behalten soll. Später im Spiel werden dem Spieler dann auch keine wirklich neuen Gegenstände vor die Füße geworfen. Bis zu dem Zeitpunkt hat man eh seine Lieblingswaffe gefunden und seine Taktik darauf eingestellt. Ganz selten hatte ich mal eine Waffe gefunden wo ich beim Ausprobieren einen WTF Moment hatte.

Das Design der Charaktere im Spiel und das Design der Gegner macht für mich einen der Reize an diesem Spiel aus. Die sind herrlich schräg und haben immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. Einen riesigen Schaufelbagger als Stützpunkt für einen Bossgegner oder eine riesige, feuerspuckende Motte als Neben-Quest findet man nicht in jedem Spiel.

Der Schwierigkeitsgrad lässt auch keinen Frust aufkommen. Man kann mit mehreren Spielern einfach jede Menge Spaß vor der Konsole haben.

Obwohl das Spiel von 2009 ist, wird es auch 2015 noch von anderen Spielern gespielt. Ich hab eigentlich immer offene Spiele von anderen Spielern auf den Servern gefunden. Ein Lob an dieser Stelle, dass die Server noch nicht abgeschaltet wurden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s