Valiant Hearts: The Great War

Warum spiele ich? Nun, ich möchte unterhalten werden. Ich will eine lustige Geschichte erleben, kniffelige Rätsel lösen, die meine Gehirnzellen fordern, die Welt retten oder einfach die schnellste Rundenzeit in den simulierten Asphalt brennen. Das ich durch ein Videospiel historische Fakten lerne, ein Familiendrama bewältigen muss und am Ende mit einem Kloß im Hals kein Happy End erlebe, passt nicht zu den oben genannten Gründen.

Valiant Hearts gehört für mich zum Genre der Abenteuerspiele. Aber es ist ein etwas anderes Abenteuerspiel. Es wird die Geschichte einer Familie im 1. Weltkrieg erzählt.

Die Familie wird auseinandergerissen, Vater und Schwiegersohn werden gezwungen sich im Schützengraben gegenüberzustehen. Ihr Schicksal bleibt aber nicht verborgen und beide finden Mitstreiter, die helfen das beide wieder unversehrt zu ihrer Tochter/Frau und Kind finden. Der Weg dahin ist steinig und folgt Höhen und Tiefen. In immer wieder wechselnden Rollen erlebt man als Spieler die Sinnlosigkeit und Brutalität des 1. Weltkrieges. Durch Tagebuch Einträge und Briefe teilen die Charaktere ihre Gefühle und Erlebnisse mit.

Erforscht man dabei genau die präsentierte Spielwelt, findet man immer wieder Gegenstände, die historische Fakten erklären und ein Bild über die damalige Situation der Bevölkerung und der Soldaten beschreiben.

Den Fortgang des 1. Weltkrieges erlebt man in verschiedenen Stationen, die jeweils durch die gerade gespielte Rolle vorgegeben werden. Mal versorgt man Verwundete in einem Lazarett, versucht aus einem Gefangenenlager zu entkommen oder stürmt verzweifelt gegen eine Übermacht auf einem umkämpften Hügel an. Typisch für das Genre werden gefundene Gegenstände kombiniert und so die gestellten Aufgaben gelöst. Immer wieder gibt es Quick-Time Events, wo man im richtigen Moment die eingeblendete Taste drücken muss, um erfolgreich zu bestehen.

Der Grafikstil ist sehr charmant und etwas Vergleichbares habe ich auf der Konsole oder dem PC noch nicht gesehen. Das Spiel sieht wunderschön aus und auch die Musik ist fantastisch. Ein großes Lob an die Grafik- und Sounddesigner.

Auf dem Weg durch den 1. Weltkrieg habe ich geflucht über die Quick-Time Events, ich habe mich gefreut über die Erfolge der sympathischen Charaktere. Aber am Ende habe ich getrauert über den Verlust eines Familienmitglied und die Tatsache doch einige gerettet zu haben war nur ein schwacher Trost. Am Ende dominiert die Wut über die Dummheit der Menschen.

Hier ein Link zum Spiel von Ubisoft: Spielseite von Ubisoft

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